Der Homo Innovaticus
Das Menschenbild hinter dem Atelier. Keine Definition, sondern eine Bewegung des Werdens — und die Frage, welche Fähigkeiten sie braucht.

Humanity Extended
Verantwortliches Werden im Zeitalter der KI.
KI erweitert unsere Möglichkeiten, zu denken, zu entdecken und zu gestalten. Humanity Extended verbindet diese Erweiterung mit einer menschlichen Entwicklungsaufgabe: Vorstellungskraft entfalten, Urteilskraft vertiefen, Beziehungen stärken und Verantwortung übernehmen.
Das Atelier lädt dazu ein, diesen Weg gemeinsam zu erkunden – im Dialog zwischen Kunst, Philosophie, Wissenschaft, Technologie und persönlicher Erfahrung.
Folgen Sie Ihrer Neugier. Lassen Sie sich von den Dialogen, Texten, Bildern und Fragen inspirieren. Halten Sie dort inne, wo etwas Sie berührt, überrascht oder zum Widerspruch reizt.
Bringen Sie Ihre eigenen Fragen und Erfahrungen ein. Wie in einer offenen Werkstatt können aus unterschiedlichen Perspektiven neue Einsichten entstehen – und Orientierung dafür, was wir gemeinsam gestalten möchten.
Ein Manifest für den Menschen im Zeitalter der KI.
Technologischer Fortschritt ist noch kein menschlicher Fortschritt.
Neue Technologien eröffnen faszinierende Möglichkeiten. Doch je mächtiger unsere Werkzeuge werden, desto dringlicher wird die Frage, ob auch wir Menschen ihnen gewachsen sind.
Schon Peter Rosegger stellte vor mehr als einem Jahrhundert sinngemäß die Frage, ob technischer Fortschritt auch den „Kulturmenschen“ voranbringen werde. Im Zeitalter künstlicher Intelligenz erhält diese Frage neue Dringlichkeit.
Es reicht nicht, immer intelligentere Systeme zu entwickeln. Wir müssen auch jene menschlichen Fähigkeiten kultivieren, die darüber entscheiden, wofür wir sie einsetzen und welche Zukunft daraus entsteht .
Der Homo Innovaticus passt sich nicht einfach einer technologischen Zukunft an. Er wirkt an ihrer Gestaltung mit. Und er beginnt dabei bei sich selbst.


Der Homo Innovaticus ist keine neue Spezies und kein Idealbild. Er ist eine kulturelle Haltung zum Menschsein in einer Zeit des Übergangs — eine Art, mit Unsicherheit, Möglichkeit und Verantwortung umzugehen.
Der Homo Innovaticus ist weder Technikoptimist noch Kulturpessimist. Er sucht eine dritte Haltung: schöpferisch, kritisch und verantwortlich.
Was ist möglich?
Was dient dem Menschen?
Welche Zukunft ist es wert, gestaltet zu werden?
KI kann in kurzer Zeit Varianten, Verbindungen und Perspektiven erzeugen, für die wir allein sehr viel länger brauchen würden.
Aber sie kann nicht entscheiden,
URTEILSKRAFT IM LOOP.
Der Mensch muss nicht nur im Loop bleiben. Seine Urteilskraft muss es auch.
Nicht die intelligenteste Technologie entscheidet über unsere Zukunft. Entscheidend wird sein, wie intelligent wir Menschen mit ihr umgehen.

Der MVIP führt vom Öffnen des Möglichkeitsraums über gemeinsame Orientierung bis zum verantwortlichen Handeln. Er macht den Leitgedanken von Humanity Extended praktisch: Möglichkeiten erschließen und die menschlichen Fähigkeiten entwickeln, mit ihnen umzugehen.
Das Atelier erklärt, warum. Der MVIP zeigt, wie.
Dream. Play. Discover.
Den Möglichkeitsraum öffnen. Unerwartetes entdecken. KI, Intuition und Serendipität miteinander arbeiten lassen.
Give possibility a direction.
Aus Möglichkeiten eine Vision formen und jene Menschen finden, die sie mittragen können.
Turn insight into collective intelligence.
Unterschiedliche Perspektiven verbinden. Dialog ermöglichen. Gemeinsame Verantwortung entstehen lassen.
Turn possibility into responsible action.
Entscheiden. Fokussieren. Verantwortung übernehmen. Veränderung wirksam machen.
Diese vier Bewegungen sind kein starres Rezept. Sie sind eine Navigationslogik für Veränderung.
Das vollständige Durchlaufen des Prozesses wird in The Innovation Tribe ausführlich und Schritt für Schritt beschrieben — zunächst als vierstufiger Innovationsweg und anschließend als Reise über die vier Inseln des Homo Innovaticus.

Neues entsteht zwischen Menschen.
Zwischen Disziplinen, Kulturen, Generationen, Erfahrungen und widersprüchlichen Perspektiven. Nicht dort, wo alle dasselbe denken, sondern dort, wo Unterschiede sich berühren dürfen.
„Tribe“ meint hier keine geschlossene Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Es meint Menschen, die eine Frage, eine Herausforderung, eine Vision oder eine gemeinsame Sorge verbindet.
Innovation beginnt mit Menschen. Transformation beginnt zwischen ihnen.

Manches Neue entsteht, wenn wir Gedanken schweifen lassen und ungewohnte Verbindungen zulassen. Daydreaming und Serendipität gehören deshalb zum Fundament des Homo Innovaticus und sind bereits in The Innovation Tribe angelegt.
KI kann diese Erkundung mit fremden Analogien, überraschenden Bildern und ungewohnten Perspektiven anregen. Menschen verbinden solche Impulse mit Erinnerung, Erfahrung und Intuition. So entsteht die Möglichkeit, über den eigenen Erfahrungshorizont hinauszudenken.
Auch sachlich falsche KI-Verknüpfungen können in einer bewusst spielerischen Phase als Anregung dienen. Ihr schöpferischer Reiz macht sie jedoch nicht wahr: Entstehende Ideen brauchen anschließend Realitätsprüfung, Austausch und menschliche Urteilskraft.
KI erweitert das Material. Der Mensch prüft, welche Bedeutung und welche Handlung daraus entstehen können.
Das Menschenbild hinter dem Atelier. Keine Definition, sondern eine Bewegung des Werdens — und die Frage, welche Fähigkeiten sie braucht.
Begegnungen mit Denkerinnen und Denkern, Künstlerinnen, Wissenschaftlern und Gegenpositionen. Gespräche, die nicht auf Zustimmung zielen, sondern auf Erkenntnis.
Philosophie, Wissenschaft, Kunst, Psychologie, Spiritualität, Management und Technologie. Eine Landkarte der Wege, aus denen dieses Denken schöpft.
Management-Notizen zu Innovation, Führung und verantworteter Transformation. Aus der Arbeit, nicht aus dem Lehrbuch.
Essays, Feuilletons und Interventionen zu Technologie, Kultur, Fortschritt und Menschlichkeit. Texte, die Position beziehen.
Vom Bewahren des Vertrauens zum gemeinsamen Werden
Vertrauen ist kein gesellschaftlicher Besitzstand. Es muss zwischen Menschen, Kulturen, Institutionen und zunehmend auch zwischen Mensch und Technologie immer wieder neu entstehen.
Brief lesen →In Vorträgen, Universitäten, Masterprogrammen und internationalen Symposien werden die Gedanken des Homo Innovaticus bereits heute diskutiert, erprobt und weiterentwickelt.
Eine Auseinandersetzung mit einem Menschenbild, das sich nicht mit der bloßen Verlängerung des Bestehenden zufriedengibt. Der Vortrag verbindet persönliche Erfahrung, Philosophie und gesellschaftliche Gegenwartsdiagnose mit der Idee des Homo Innovaticus als nicht abgeschlossenem Menschen.
Leitfrage: „Wer möchte ich werden?“
in VorbereitungNicht die Frage, welche menschliche Fähigkeit künstliche Intelligenz niemals besitzen wird, steht im Zentrum. Sondern: Welche menschlichen Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten werden wichtiger, gerade weil Maschinen immer leistungsfähiger werden?
Leitfrage: „Wofür übernehme ich Verantwortung?“
in VorbereitungFür Menschen, die Verantwortung ernst nehmen und gerade deshalb manchmal an Widerstand, Enttäuschung oder der eigenen Wirkung zweifeln. Es geht um Wahrheit ohne Rechthaberei, Nächstenliebe ohne Gefälligkeit, Durchhalten ohne Starrsinn und Spiritualität ohne Weltflucht.
Leitfrage: „Wie bleibe ich dem treu, was ich als richtig erkannt habe?“
in VorbereitungAus gelebter Innovationspraxis.
Das Denken dieses Ateliers hat einen Ursprung: das Buch The Innovation Tribe — Looking Behind the Dynamics of Change and Adaption.
De Gruyter Brill · 2026
Es ist aus mehr als vier Jahrzehnten Arbeit gewachsen: Produktentwicklung, Innovation, Technologie, organisatorischer Wandel, Netzwerke, Open Innovation, Innovationsökosysteme, Führung.
Innovation ist am Ende nie nur eine Frage von Methoden oder Technologien. Sie ist eine Frage des Menschen.
Das Buch war ein Ergebnis einer langen Reise. Das Atelier ist der Ort, an dem die nächste beginnt.

„Ich habe mein Berufsleben mit der Frage verbracht, wie Neues entsteht.“
Ingenieur. Dann Produktentwicklung und Design. Dann Innovationsmanagement. Dann Open Innovation. Dann Innovationsökosysteme. Und schließlich die tiefere Erkundung der menschlichen Seite von Veränderung.
Was macht Menschen eigentlich fähig, Wandel zu gestalten?
Das Atelier setzt die Lernreise fort, die mit The Innovation Tribe begonnen hat — offener, fragender, und weniger auf Antworten aus als auf gutes Weiterdenken.
Der Homo Innovaticus ist kein fertiger Mensch.
Er ist eine Einladung zum Werden.
Welche Möglichkeit möchten Sie erkunden? Welche Überzeugung hinterfragen? Und welche Erfahrung können Sie beitragen?
Das Atelier lebt von Menschen, die neugierig bleiben, einander zuhören und Zukunft mitgestalten.