Das Atelier

Die Großen Dialoge

Der Homo Innovaticus entsteht nicht im Monolog.

Er entwickelt sich im Dialog mit anderen Vorstellungen vom Menschen.

Das Atelier sucht nicht nach Stimmen, die den Homo Innovaticus lediglich bestätigen.

Es sucht nach Gegenübern, die ihn erweitern, irritieren, herausfordern oder ihm widersprechen.

Philosophie begegnet Innovation.

Literatur begegnet Technologie.

Erfahrung begegnet Theorie.

Vergangene Menschenbilder begegnen einer Zukunft, die noch nicht entschieden ist.

Nicht um den Homo Innovaticus zu bestätigen.

Sondern um ihn im Dialog immer wieder neu zu prüfen.

Die erste Bewegung der Dialoge

Die ersten drei Dialoge führen durch drei grundlegende Dimensionen des Menschseins: Was wir hervorbringen. Was wir werden. Und wie sich dieses Werden schließlich in unserem wirklichen Leben zeigt.

MachenWerdenLeben
Bildmotiv zum Dialog Homo Faber – der Mensch, der die Welt macht
01 · Machen

Homo Faber

Der Mensch, der die Welt macht

Der Mensch erkennt sich in dem, was er hervorbringt: im Werkzeug, in der Maschine, im beherrschten Verfahren.

Doch mit wachsender Gestaltungskraft entsteht eine zweite Frage:

Was macht das Machen mit dem Menschen, der macht?

Vom Werkzeug zum System.

Vom Macher zum Ermöglicher.

Von Machbarkeit zu Verantwortung.

Machen allein genügt nicht.

Denn bevor ein Mensch verantwortlich Zukunft gestalten kann,

muss er vielleicht selbst in Bewegung geraten.

02 · Werden

Siddhartha

Der Mensch, der sich auf den Weg macht

Siddhartha sitzt am Fluss – innerer Weg und äußere Welt im Dialog

Nicht alles, was wir wissen, haben wir bereits verstanden.

Manche Erkenntnis entsteht erst durch Erfahrung, Umwege, Zuhören und die Bereitschaft, sich verändern zu lassen.

Der innere Weg gibt Richtung.

Die äußere Welt gibt Verantwortung.

Vom Wissen zur Erfahrung.

Vom Suchen zum Werden.

Von innerer Wandlung zurück in die Welt.

Aber auch Werden allein genügt nicht.

Denn eine innere Haltung erhält ihre Bedeutung erst dort,

wo sie unser tatsächliches Leben verändert.

03 · Leben

Wittgenstein

Der Mensch in Sprache, Praxis und Lebensform

Sitzende Figur in einer lichtdurchfluteten Halle – ohne Text, ohne Interface, ohne Portrait

Ein Menschenbild bewährt sich nicht in schönen Worten oder Theorien.

Es zeigt sich im Gebrauch.

In Entscheidungen.

In Beziehungen.

In unserer gemeinsamen Lebensform.

Nicht was wir über den Menschen behaupten, entscheidet.

Sondern wie wir miteinander leben.

Von der Theorie zur Praxis.

Von der Regel zur Urteilskraft.

Vom Begriff zur Lebensform.

01

Homo Faber

Machen

Was können wir gestalten?

02

Siddhartha

Werden

Was müssen wir erfahren, um uns zu verändern?

03

Wittgenstein

Leben

Wie zeigt sich dieses Werden im wirklichen Leben?

Machen. Werden. Leben.

Diese drei Bewegungen werden nicht nacheinander abgeschlossen. Sie bleiben ein menschliches Leben lang in Spannung.

Der Homo Innovaticus braucht alle drei.

Gestaltungskraft ohne innere Entwicklung kann blind werden.

Innere Entwicklung ohne Weltbezug kann folgenlos bleiben.

Und große Ideen ohne gelebte Praxis bleiben Worte.

Dialog bedeutet hier nicht Zustimmung.

Ein guter Dialog bestätigt nicht einfach, was wir bereits wissen.

Er verändert die Frage.

Der Homo Innovaticus soll deshalb nie als fertige Lehre erscheinen. Die Großen Dialoge setzen das Konzept immer wieder ernsthaften anderen Vorstellungen vom Menschen aus.

Weitere Stimmen betreten das Atelier.

  1. 04

    Peter Rosegger

    Fortschritt und Kulturmensch

    Im Entstehen
  2. 05

    Gaston Bachelard

    Tagträumen und die schöpferische Imagination

    Im Entstehen
  3. 06

    Michel Houellebecq

    Der erschöpfte moderne Mensch

    Im Entstehen
  4. 07

    Relationality

    Vom isolierten Individuum zur Welt der Beziehungen

    Im Entstehen
  5. 08

    Artistic Intelligence

    Was bleibt unverwechselbar menschlich?

    Im Entstehen

Der Homo Innovaticus braucht keine Jünger.Er braucht gute Gegenüber.

Stimmen, die bestätigen.

Stimmen, die widersprechen.

Stimmen, die irritieren.

Und Stimmen, durch die eine Frage größer wird als zuvor.

Hier wird nicht festgelegt, was der Mensch sein soll.Hier wird darüber nachgedacht, was er werden könnte.