THE INNOVATION TRIBE
Looking Behind the Dynamics of Change and Adaption
Hannes Erler · De Gruyter Brill · 2026
Vier Jahrzehnte Innovationspraxis führten mich schließlich zu einer einfachen, aber für mich entscheidenden Erkenntnis:
Innovation ist nie nur eine Frage von Technologien, Prozessen oder Methoden. Am Ende ist sie immer eine Frage des Menschen.
The Innovation Tribe erzählt diese Lernreise – von Maschinenbau und Produktentwicklung über Stage-Gate, Open Innovation und Innovationsökosysteme bis zu Vertrauen, Intuition, Spiritualität, künstlicher Intelligenz und schließlich zum Homo Innovaticus.

WARUM DIESES BUCH ENTSTAND
The Innovation Tribe ist für mich die Verdichtung einer langen Lernreise.
Ich wollte kein klassisches Managementbuch schreiben und auch keine Biografie.
Mich interessierte vielmehr, was übrig bleibt, wenn man nach Jahrzehnten praktischer Innovationsarbeit hinter Methoden, Erfolgsmodelle und Organisationsdiagramme schaut.
Was lässt Neues tatsächlich entstehen?
Warum können sehr gute Ideen trotzdem scheitern?
Warum folgen Menschen einer Veränderung – oder verweigern sich ihr?
Welche Rolle spielen Vertrauen, Macht, Beziehungen, Intuition und Sinn?
Und was bedeutet all das in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz unsere Möglichkeiten radikal erweitert?
Aus diesen Fragen entwickelte sich ein Buch, das industrielle Erfahrung, Managementtheorie, kulturelle Beobachtungen und persönliche Reflexion miteinander verbindet.
Der Verlag fasst den Kern sehr treffend zusammen: Innovation sei nie nur eine Frage von Werkzeugen oder Technologie, sondern von Menschen, Bedeutung und Zugehörigkeit.
Das Buch begann als Rückblick auf Innovation – und führte mich zu einer Frage nach dem Menschen.
Das Buch folgt keiner linearen Methodenlogik. Es bewegt sich in drei Schritten von der Erfahrung über die Reflexion hin zu einer möglichen Praxis für die Zukunft.
Part I · A Change Agent’s Learning Stories
Aus der Praxis lernen
Der erste Teil beginnt dort, wo auch meine eigene Lernreise begann: in der industriellen Praxis.
Er erzählt von Menschen, Projekten und Erfahrungen – von der Bedeutung der Promotoren, von Stage-Gate und Robert Cooper, Clayton Christensen und Disruption, Henry Chesbrough und Open Innovation, Harrison Owen und Open Space.
Später führt dieser Weg vom i-LAB und internen Innovationsnetzwerken zu immer offeneren Innovationsökosystemen, zu neuen Formen von Führung und zur Herausforderung der Ambidextrie.
Mich interessierte dabei nie nur, welche Methode funktioniert.
Mich interessierte immer stärker:
Warum funktioniert sie in einer bestimmten Umgebung – mit bestimmten Menschen – und warum manchmal eben nicht?
Der erste Teil ist deshalb vor allem ein Erfahrungsraum: eine Sammlung von Lernmomenten darüber, wie Innovation in der Wirklichkeit tatsächlich entsteht.
Part II · The Philosopher of Reflective Practice
Hinter die Prozesse schauen
Im zweiten Teil verändert sich die Perspektive.
Je länger ich Innovation betrachtete, desto weniger reichten mir Prozesse und Organisationsmodelle als Erklärung.
Fragen nach psychologischer Sicherheit, menschlicher Natur, Spiritualität, Ubuntu, Zugehörigkeit, Vorstellungskraft, Zukunftsbildern, Werten und systemischem Denken rückten in den Vordergrund.
Schließlich führt dieser Weg direkt zur künstlichen Intelligenz und zur Frage, wie wir technologische Disruption mit menschlicher Würde verbinden können.
Damit verschiebt sich die zentrale Frage:
Nicht mehr nur:
Wie organisieren wir Innovation?
Sondern:
Was brauchen Menschen, damit sie Veränderung nicht nur bewältigen, sondern verstehen, mittragen und verantwortlich gestalten können?
Part III · The Advocate
Vom Verstehen zum Handeln
Der dritte Teil versucht, die Lernreise wieder nach vorne zu öffnen.
Hier geht es um Deep Learning im menschlichen Sinn, um Serendipity und persönliches Wachstum – und schließlich ausdrücklich um den Homo Innovaticus.
Die Frage lautet nun nicht mehr nur, was wir über Innovation gelernt haben.
Sondern:
Was machen wir damit?
Aus dieser Frage entstehen der Innovationsansatz des Homo Innovaticus, die vier Inseln
AI & Serendipity → Vision & Alliance → Open Space Actuation → Orchestrated Change,
die Auseinandersetzung mit AI als Quelle für Inspiration, Wissen und Vernetzung sowie am Ende die Figur des Innovation Steward.
Der Weg führt damit von der Innovation von Produkten und Organisationen zunehmend zur Entwicklung des Menschen, der Verantwortung für Innovation übernimmt.
Im Buch weitergehen
Kapitel 16 beschreibt den MVIP als vierstufigen Innovationsweg einschließlich Mode d’Emploi und Gatekeeper-Checks. Kapitel 17 übersetzt ihn als Reise über die vier Inseln des Homo Innovaticus.
ERFAHRUNG → REFLEXION → VERANTWORTETES HANDELN
Diese drei Bewegungen bilden für mich heute auch die Brücke von The Innovation Tribe zum Atelier Homo Innovaticus.
DER HOMO INNOVATICUS ENTSTEHT
Während des Schreibens wurde mir immer deutlicher, dass die nächste große Innovationsfrage nicht mehr nur lautet:
Was können unsere Technologien noch leisten?
Sondern:
Welcher Mensch muss sich mit ihnen weiterentwickeln?
Aus dieser Frage entstand der Homo Innovaticus.
Nicht als biologisch neuer Mensch.
Nicht als optimierter Supermensch.
Und auch nicht als Gegenfigur zur künstlichen Intelligenz.
Sondern als kulturelle Möglichkeit und Einladung zum Werden.
Ein Mensch, der seine schöpferischen, sozialen, intuitiven und urteilsfähigen Fähigkeiten bewusst weiterentwickelt, um in einer komplexen und technologisch immer mächtigeren Welt verantwortlich handeln zu können.
Der Verlag stellt diesen Gedanken ausdrücklich ins Zentrum des Buches: Homo Innovaticus wird dort als eine zeitgemäße Figur beschrieben, die Komplexität bewältigt, Intuition mit Strategie verbindet und Innovation in Vertrauen, Würde und Verbundenheit verankert.
Für mich liegt darin heute aber noch ein weiterer Schritt:
AI kann Wissen erweitern.
AI kann Muster erkennen.
AI kann Alternativen erzeugen.
AI kann den Möglichkeitsraum enorm vergrößern.
Aber sie nimmt uns die entscheidende menschliche Aufgabe nicht ab:
Welche dieser Möglichkeiten soll Wirklichkeit werden?
Deshalb ist der Homo Innovaticus für mich kein Mensch, der mit AI konkurrieren muss.
Er ist ein Mensch, der lernt, mit AI zu arbeiten, ohne seine eigene Urteilskraft an sie abzugeben.
AI KANN DEN MÖGLICHKEITSRAUM VERGRÖSSERN.
DER MENSCH MUSS MITENTSCHEIDEN, WELCHE MÖGLICHKEIT ZUR ZUKUNFT WERDEN SOLL.
DAS BUCH ENDET. DIE FRAGE NICHT.
The Innovation Tribe konnte Erfahrungen verdichten, Muster sichtbar machen und einen ersten Weg formulieren.
Aber während des Schreibens wurde mir immer deutlicher, dass die Fragen, die sich daraus ergeben, weit über ein einzelnes Buch hinausreichen.
Was bedeutet menschliche Urteilskraft in einer Welt immer leistungsfähigerer AI?
Wie bewahren wir Vorstellungskraft, ohne Wirklichkeit aus dem Blick zu verlieren?
Wie verbinden wir technologische Leistungsfähigkeit mit menschlicher Reife?
Welche Formen von Führung, Gemeinschaft und Verantwortung brauchen wir?
Und schließlich:
Wie wollen wir eigentlich leben?
Aus dieser offenen Stelle des Buches ist das Atelier Homo Innovaticus entstanden.
Nicht als Fortsetzung im Sinne eines zweiten Buches.
Nicht als Plattform zur Vermarktung von The Innovation Tribe.
Sondern als lebendiger Denkraum, in dem die Fragen des Buches weitergeführt, überprüft, erweitert und mit neuen Erfahrungen verbunden werden können.
Hier begegnen sich Innovationspraxis, Philosophie, Wissenschaft, Kunst, Spiritualität und technologische Entwicklung.
Nicht, um daraus ein geschlossenes System zu bauen.
Sondern um immer wieder neu zu fragen:
Wie können wir in einer Zeit immer mächtigerer Technologien menschlicher, schöpferischer und verantwortlicher werden?
DAS BUCH WAR EINE VERDICHTUNG DER LERNREISE.
DAS ATELIER IST DER ORT, AN DEM SIE WEITERGEHT.
“The Innovation Tribe is a living testament to Swarovski’s culture of innovation. It shows how attitude, trust, and curiosity drive concrete and lasting change.”
“Hannes Erler has lived innovation — not just studied it.”
“In The Innovation Tribe, he shares a lifetime of experience, lessons learned, and frameworks that illuminate how innovation really happens inside organizations.”
Diese Stimme ist für mich besonders wertvoll, weil sie in einem Satz genau den Charakter des Buches trifft:
Gelebte Praxis, die in reflektierbares Wissen übersetzt wird.
Der Philosoph Allan Janik las The Innovation Tribe als eine Verbindung von praktischer Erfahrung und philosophischer Reflexion.
In seinem Vorwort schlägt er eine Brücke von Michael Polanyis tacit knowing über Wittgensteins Verständnis praktischen Wissens bis zur Rolle von Intuition und Daydreaming in kreativen Prozessen.
Seine Reflexionen wurden später selbst zu einem wichtigen Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung des Homo Innovaticus und des Ateliers.
Allan Janik · A Philosopher’s Preface
Drei Perspektiven auf dasselbe Buch: als gelebte Innovationsgeschichte, als Managementerfahrung und als philosophische Einladung zum Weiterdenken.
DIE EINLADUNG DES BUCHES
The Innovation Tribe richtet sich nicht nur an Innovationsmanagerinnen und Führungskräfte.
Es richtet sich an Menschen, die Veränderung gestalten, Verantwortung tragen oder sich fragen, welchen eigenen Beitrag sie zu einer lebenswerten Zukunft leisten können.
Der Verlag beschreibt die Zielgruppe bewusst breit: Leaders, Professionals and Citizens – Menschen also, die Innovation nicht nur als wirtschaftliches Instrument verstehen, sondern als Aufgabe, die auch der Menschheit dienen soll.
Für mich bedeutet das:
Das Buch ist für Menschen, die
- in Organisationen Neues möglich machen,
- mit Unsicherheit und Veränderung umgehen müssen,
- Technologie nicht nur anwenden, sondern verantwortlich einordnen wollen,
- andere Menschen für eine gemeinsame Richtung gewinnen möchten,
- oder für sich selbst nach einem Weg suchen, schöpferisch, verbunden und handlungsfähig zu bleiben.
Es verlangt dafür keine besondere Funktion und keinen bestimmten beruflichen Titel.
Denn die Grundfrage des Buches betrifft uns alle:
Wie können wir Veränderung so gestalten, dass nicht nur etwas Neues entsteht – sondern etwas, das es wert ist, Zukunft zu werden?
INNOVATION WITH A SOUL.
Eine Einladung, Zukunft nicht nur vorherzusagen oder zu verwalten – sondern sie gemeinsam verantwortlich zu gestalten.
DAS BUCH
De Gruyter Brill · 2026
- ISBN 978-3-11-144764-3
- ISBN 978-3-11-144832-9
- ePUB
- ISBN 978-3-11-144881-7

A book about innovation, human development and our responsibility for the futures we create.